Die Quadrate.
A1, C2, N1 … Für uns sind das keine Rätsel, sondern Adressen. Die Breite Straße teilt das Raster: westlich A–K, östlich L–U.
SCHEMATISCHE DARSTELLUNG · NICHT MASSSTÄBLICHMANNHEIM · VON HERZEN
Für alle, die in Mannheim mehr sehen als einen Punkt auf der Karte. Für die Ecken, die Kanten, die Menschen. Und für das, was bleibt.
[ Q.I.H. / 001 ]
01 / DIE IDEE HINTER DEM ZEICHEN
Ein Quadrat, ein Herz, ein bisschen Chaos. Drei Elemente, die zusammen mehr erzählen als ein bloßer Stadtname. Und genau deshalb ist jedes Teil an seinem Platz.
Verbundenheit, die bleibt. Zu einer Stadt und zu den Menschen darin.
Wild, lebendig, eigen. Kultur außerhalb der Norm.
Mitten im Herzen: die unverwechselbare Form der Quadratestadt.
Tiefe, Vertrauen, Energie. Und ein kleines Augenzwinkern Richtung Blau eines ganz bestimmten Mannheimer Vereins.
Klarer Name. Klare Herkunft.
Das Bild ist emotional – die Schrift sagt, wo wir hingehören.

02 / UNSER MANNHEIM
Mannheim erkennt man oft schon an seinen Formen. Drei davon erzählen ziemlich viel über die Stadt.
A1, C2, N1 … Für uns sind das keine Rätsel, sondern Adressen. Die Breite Straße teilt das Raster: westlich A–K, östlich L–U.
SCHEMATISCHE DARSTELLUNG · NICHT MASSSTÄBLICH1889 fertiggestellt, bis heute Wahrzeichen und Mittelpunkt des Friedrichsplatzes – technisch gebaut für die Wasserversorgung, emotional längst viel mehr als das.
FRIEDRICHSPLATZ · WAHRZEICHEN SEIT 18891720 ließ Kurfürst Carl Philipp den Grundstein legen. Heute ist das Mannheimer Schloss – eine der größten barocken Residenzen Europas – Zuhause der Universität Mannheim.
KURFÜRSTLICHE RESIDENZ · UNIVERSITÄT MANNHEIMSchematische Ausschnitte, keine maßstabsgetreue Karte oder Architekturzeichnung. Aber klar erkennbar: unser Mannheim.
03 / WUSSTEST DU SCHON?
Geschichte, Erfindungen und die eine oder andere Überraschung. Zehn Geschichten aus Mannheim und der Kurpfalz – jedes Motiv im energiegeladenen Pinsel- und Tintenstil.
Viermal besuchte Wolfgang Amadeus Mozart Mannheim, insgesamt 176 Tage. Er spielte am kurfürstlichen Hof, verliebte sich, fand Freunde und prägte mit seiner Musik die Geschichte der Stadt.
1790 dirigierte er hier sogar eine Probe seiner Oper „Die Hochzeit des Figaro“.
Und wie sehr er Mannheim liebte, schrieb er am 12. November 1778 selbst:
„Wie ich Mannheim liebe, so liebt auch Mannheim mich.“
Wenn das keine Liebeserklärung an die Kurpfalz ist!
Am 13. Januar 1782 wurde am Mannheimer Nationaltheater Friedrich Schillers erstes Drama „Die Räuber“ uraufgeführt. Ein wildes Stück über Freiheit, Macht und Auflehnung – und sein großer Durchbruch.
Schiller war damals Militärarzt in Württemberg. Für die Premiere reiste er ohne Erlaubnis nach Mannheim, damals kurpfälzisches Ausland. Er geriet mit seinem Landesherrn in Konflikt und floh später ganz aus Württemberg.
Ein junger Dichter. Eine mutige Bühne. Weltliteratur mit Mannheimer Geschichte.
Der Überlieferung nach nahm Kurfürst Karl Theodor 1778 einen Metzger aus Mannheim mit nach München. Dort soll dieser den berühmten Leberkäse erfunden haben. Eine schöne Geschichte, aber kein gesicherter Erfindungsnachweis.
Und heute? Leberkäse ohne Leber heißt nach den deutschen Leitsätzen „Bayerischer Leberkäse“ – auch wenn er in Mannheim hergestellt wird.
Wenigstens für Mannheim hätte man bei der Bezeichnung doch eine Ausnahme machen können.
Die Bayern erzählen gerne, dass ihr Oktoberfest 1810 mit einem Pferderennen begann. Stimmt auch.
Was dabei gerne untergeht: Der König, der das Ganze unterstützte, war Maximilian I. Joseph – geboren 1756 in Mannheim, mitten in der damaligen Kurpfalz.
Der königliche Segen kam von einem gebürtigen Mannheimer.
Die Wiesn gehört den Bayern. Den Geburtsort des Königs können sie uns aber nicht nehmen.
Karl Drais fuhr am 12. Juni 1817 mit seiner Laufmaschine von M 1 bis zum Schwetzinger Relaishaus im heutigen Mannheim-Rheinau. Sie gilt als entscheidender Vorläufer des Fahrrads.
Zwei Räder. Kein Pedal. Der Anfang des Fahrrads.
Werner von Siemens präsentierte 1880 auf der Pfalzgau-Ausstellung in Mannheim den weltweit ersten elektrischen Aufzug. Etwa 8.000 Menschen wagten damals die Fahrt nach oben.
Elektrisch nach oben? In Mannheim ging’s los.
Carl Benz entwickelte in Mannheim seinen Motorwagen, dessen Patent von 1886 als Geburtsurkunde des Automobils gilt.
Zwei Jahre später startete Bertha Benz ohne Wissen ihres Mannes mit den Söhnen Eugen und Richard zur ersten großen Automobil-Fernfahrt – von Mannheim nach Pforzheim.
Er erfand es. Sie bewies, dass es funktioniert.
Ab 1923 entwickelte Hugo Stotz in Mannheim mit seinem Team einen Sicherungsautomaten mit thermisch-magnetischer Auslösung. 1924 wurde die Technik patentiert – ein Meilenstein für den elektrischen Schutz im Alltag.
Kleine Erfindung. Große Wirkung.
Der Mannheimer Julius Hatry konstruierte 1929 eines der ersten funktionsfähigen Raketenflugzeuge und flog es selbst. Der große öffentliche Raketenflug fand später auf dem Frankfurter Flughafen statt.
Ein Mannheimer Pionier. Ein Flug Richtung Zukunft.
Ein Klassiker, den fast jeder kennt: Dario Fontanella erfand das Spaghetti-Eis 1969 in Mannheim. Vanilleeis aus der Presse, Erdbeersoße und weiße Schokoladenraspel – mit Mannheimer Erfindergeist.
Italienischer Name. Monnemer Original.
ZEHN GESCHICHTEN. ZEHN ILLUSTRATIONEN. EIN GEFÜHL. · HISTORISCHE SZENEN KÜNSTLERISCH INTERPRETIERT.
04 / VON HIER. FÜR HIER.
„Quadrat im Herz“ ist erst mal einfach nur das: eine kleine Liebeserklärung an Mannheim. Ohne großes Drumherum. Aber mit ziemlich viel Gefühl.
VON MANNHEIM.